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Was ist Wikileaks? Informationen & Neuigkeiten zur Internetplattform.

Die Organisation ist seit ein paar Wochen in aller Munde, weil sie im letzten November über 250’000 geheime diplomatische Dokumente aus aller Welt veröffentlichten.

Über 500 Informationen betreffen die Schweiz. Zum Beispiel wurde folgendes enthüllt:

– Die Schweiz sei eine “frustrierende Alpen-Demokratie” schrieb ein amerikanischer Botschafter vor zwei Jahren in einem Protokoll.

– Es wurde aufgedeckt, das 2006 ein FBI Agent bei der Schweizer Bundespolizei tätig gewesen war.

– In einer Akte kritisierten Schweizer Diplomaten, das lasche Vorgehen von Micheline Calmy-Rey, während der Libyen-Krise .

 

Anfang Dezember sperrte Mastercard und Visa die Konten von Wikileaks, wodurch sie Millionen von Spenden verloren. Ebenfalls sperrte die Postfinance das Konto vom Gründer Julian Assange. Einen Tag später wurde er in England verhaftet. Unterdessen ist er nach Zahlung einer Kaution aus der Haft entlassen worden.

 

Um was geht es bei Wikileaks? Wikileaks ist eine Internetplattform, die geheime Dokumente veröffentlicht, um Misstände aufzudecken und die Öffentlichkeit zu informieren.

Zu den grössten Enthüllungen im letzten Jahr, gehören die 75’000 Akten über den Afghanistan Krieg und 400’000 Dokumente über den Irak Krieg.

Gegründet wurde Wikileaks 2006. Heute arbeitet ein 5 Mann-Team, ehrenamtlich für die Internetseite. Der bekannteste von ihnen ist der 39 jährige Australier Julian Assange, der als treibende Kraft hinter dem Projekt gilt.

Finanziert wird Wikileaks nur über spenden von Privatpersonen. Beiträge von Unternehmen und Regierungen nehmen sie nicht an. Die jährlichen Gesamtkosten belaufen sich nach eigenen Angaben auf rund 600’000 Dollar.

Woher kommen die geheimen Dokumente? Wikileaks bezieht die Daten, von anonymen Informanten und Insidern, die überall auf der Welt verstreut sind.

Vorsorglich hat Julian Assange eine verschlüsselte Datei mit weiteren brisanten Informationen an die Medien verteilt. Sollte er ermordet oder für lange Zeit ins Gefängnis gesteckt werden, wird das Passwort veröffentlicht.

Wir dürften gespannt sein, welches Leck sie als nächstes aufdecken werden.

2 Comments

  1. Nicht schlecht. Wusste garnicht, dass das FEDERAL!! BI sich in Schweizer Polizeiangelegenheiten einmischt.
    Kranker Mist ist das.

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  2. Interessanter Post. Kann nicht schaden, sich mit dem Thema näher zu befassen. Ich werde bestimmt die nächsten Beitraege verfolgen.

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